BildeinblendungDo 16.07.15
Lübeck – einsturzgefährdetes Marzipan

Für den letzten Urlaubstag haben wir uns Lübeck auf die Fahnen geschrieben. Nach Lübeck sind es etwa 40 Kilometer, die wir über die Landstraßen fahren. In Lübeck haben wir wieder das altbekannte Parkplatzproblem. Das als frei gekennzeichnete Parkhaus ist besetzt und ich mache eine etwas bescheidene Kehrtwende an der Einfahrtschranke. Die Wegweiser führen uns zum Karstadt- Parkhaus, das ich dann auch entere. Ich fahre eine Rampe hoch und finde im Obergeschoss einen Platz. Wir gehen die Rampe runter. Unten drehe ich mich um und entdecke unter der Rampe ein Schild. Auf dem Pappschild steht: Vorsicht, Einsturzgefahr. Na, Klasse!

 Lübeck, die alte Hansestadt mit seinen sieben Türmen, ist gut mit Touristen aller Nationen gefüllt. Hinzu kommen etwa 200 000 Einwohner. Wir haben natürlich wieder die Altstadt angesteuert und befinden uns am Rathaus. Der gesamte Bereich ist Weltkulturerbe. Als ich am Rathaus vorbei schreite, dringt mir ein altbekannter Duft in die Nase und mein Blick fällt in das Schaufenster eines kleinen Ladens und sieht: MARZIPAN. Oh, du süße Verführung. Willensstark und mit Tränen in den Augen lasse ich diese Lübecker gemeine Süßspeise, dieses Gemisch aus 70 % Marzipanrohmasse und 30 Prozent Zucker, diabetisch bedingt links liegen.
Unsere Schritte führen uns zuerst einmal bergab zum Elbe-Lübeck-Kanal. Hier steht wohl das bekannteste Stadttor Deutschlands, das Holstentor. Mal schnell durchhuschen und den Fotokasten ans Auge drücken. Das Tor liegt im schönsten Sonnenschein und Marion schwirrt ab zur Touristinfo. Na, da kann ich mich ja fototechnisch austoben.

Am Tor entdecke ich eine Inschrift. Dort steht Concordia domi foris pax („Eintracht innen, draußen Friede“). Früher war der Text länger: Concordia domi et foris pax sane res est omnium pulcherrima („Eintracht innen und Friede draußen sind in der Tat für alle am besten“) oder so ähnlich.
Zu guten alten DM Zeiten, befand sich das Bild des Holstentores auf dem 50- DM Schein.

Nachdem Marion, mit Stadtplan bewaffnet auch wieder anwesend ist, können wir die Salzspeicher in Augenschein nehmen. Dann freuen sich meine Füße, denn es folgt die unvermeidliche Stadtwanderung. Die Fußgängerzone, das Heilig Geist Hospital, das Burgtor, das Haus der Schiffergesellschaft, das Buddenbrookhaus ziehen an uns vorbei, nee, wir ziehen da vorbei. Der Lübecker Dom ist dann wieder mein Innenraumfotomodell. Heinrich der Löwe stiftete im Jahre 1173 den Lübecker Dom als Kathedrale für das Bistum Lübeck.
Stundenlang durch eine Stadt eiern, macht hungrig. Mein Schatz ist da wertfrei. Sie meint, da unten am Kanal, da gäbe es bestimmt ein Restaurant. So ziehen wir wieder den Berg hinab. Muss ich euch sagen, dass es da alte Schiffe aber nichts zu essen gab? So ziehen wir wieder den Berg hinauf. Meine Frau verwechselt dann Essen mit Kuchen essen. Aber bevor ich an Hunger sterbe, haue ich mir lieber ein Stück Kuchen rein.
Irgendwann, gefühlte 12 Stunden später, sieht uns das Karstadt-Parkhaus wieder. Der Automat verlangt für reale 4 Stunden parken in dieser einsturzgefährdeten Bruchbude tatsächlich 10 Euro.

Zurück in Damshagen packen wir schon einmal unsere Sachen. Morgen werden wir um 5 Uhr in der Früh wieder bundesdeutsche Autobahnen befahren.

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