BildeinblendungFr. 10.07.15
Wenn Frau bei Wind nicht pickeln darf

Das Ostseebad Ahrenshoop, ein hübsches, kleines Städtchen, empfängt uns mit enormer Windstärke. Wir parken auf einem Einkaufcenterparkplatz, denn wir benötigen noch ein paar Lebensmittel. Vorher schauen wir uns aber ein Stück Ahrenshoop und ein Stück Ostsee an. Wir parken ja gerade tatsächlich ohne unverschämte Parkgebühren abdrücken zu müssen.

Ahrenshoop liegt auf der Halbinsel Darß und ist daher von beiden Seiten mit Wasser gesegnet. Auf einer Seite liegt die Ostsee, auf der anderen Seite findet sich der Saaler Bodden.


Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Kunstmaler den Ort und Ahrenshoop entwickelte sich zur Künstlerkolonie und zum Seebad. Wir marschieren an hübschen Häusern entlang in Richtung Ostsee. Ein kleiner Sturm begleitet uns. An der Küste angekommen, bläst uns der Wind den feinen Sand ins Gesicht. Das bringt mir eine kostenlose Rasur der besonderen Art ein. Zumindest meine ich, dass der Sand wie Schmirgelpapier wirkt. Wir blicken auf eine aufgewühlte Ostsee. Ein faszinierender Anblick.
Tobis Fellhaare stehen waagerecht in Windrichtung und sein Gesichtsausdruck sagt eindeutig, dass ihm Sturm an der Ostsee nicht gefällt. Also geht’s zurück zum Parkplatz.

 

Inzwischen hat sich Marions Blase gemeldet und sie geht zur Bäckerei im Einkaufszentrum. Ich schwinge mich derweil ins windabhaltende Auto. Doch schon kurz darauf kommt mein Schatz zurück, leicht erbost, denn ihr ist es ebenfalls wie mir ergangen. Sie hat in der Bäckerei ebenfalls eine Toilettenbenutzungsabfuhr erhalten. Zum Pipiglück findet sie eine öffentliche Toilette in der Nähe des Parkplatzes. Wahrscheinlich gehen die Touristenhochburgen hier an der Ostseeküste davon aus, dass Touristen gefälligst in die Ostsee pinkeln sollen. Bei weniger Wind hätten wir das sicher gemacht. Hihi.

Wir verlassen die windige Halbinsel und fahren weiter in Richtung Boltenhagen. Allerdings liegt unsere gemietete Ferienwohnung ein paar Kilometer von Boltenhagen entfernt, in Damshagen.