BildeinblendungDie Entdecker waren diesmal mit den Hörschnecken unterwegs:
Einmal im Jahr lassen es sich die Hörschnecken nicht nehmen einen gemeinsamen Ausflug zu machen, so auch dieses Jahr nicht.
Die Hörschnecken, so nennen sich die Gruppen-Mitglieder der Cochlea Implantat Selbsthilfegruppe (kurz, CI SHG) Hagen und Umgebung. Am Samstag, den 03.08.19 treffen sie sich morgens um 7:30 Uhr auf dem Höing in Hagen, um mit einem Reisebus nach Aachen zu fahren. Unter den Hörschnecken finden sich auch Marion und Peter Hölterhoff, die ihr auch auf dem Reiseblog „die-entdecker-online.de“ mit ihren Reisegeschichten finden könnt. Marion ist Gruppenleiterin der Hörschnecken und fährt in dieser Eigenschaft mit, Peter als Redakteur der CIV NRW News.

Erwartungsvoll sehen die Hörschnecken dem sehr langen Bus entgegen, der allerdings auf der anderen Straßenseite an ihnen vorbeirauscht. Der freundliche Busfahrer wollte ihnen das Einsteigen erleichtern, wusste aber nicht, dass Wenden mit dem Riesenbus in dieser Seitenstraße ein abenteuerliches Unterfangen ist. So gestaltet sich das Wendemanöver langwieriger. Doch eine viertel Stunde später sitzen 28 Hörschnecken im Bus, der noch Platz für weitere 60 Hörschnecken hätte. Der Busfahrer ist, trotz des anstrengenden Wendemanövers bei bester Laune und begrüßt die Gruppe mit leichtem Akzent. Er ist Deutscher und Katholik, aber seine tiefbraune Hautfarbe verrät seine Herkunft, er kommt aus Sri Lanka (ehemals Ceylon).
BildeinblendungDer fröhliche Mensch bringt die Hörschnecken bei leichtem Nieselregen sicher nach Aachen. In Aachen regnet es nicht mehr.
Erstes Ziel in Aachen ist die Printenbäckerei Klein, die die Hörschnecken besichtigen möchten. Da der Bus einige Minuten zu spät ankommt, muss Klein-Senior, der die Gruppe in die Geheimnisse der Printenbäckerei einweihen wird, einen Zahn zulegen. Trotz Zeitdruck wird Herr Klein von Marion mit Mikrofon und Sender der FM-Anlage verkabelt, soviel Zeit für eine gute Verständigung muss sein. In der Backstube erfahren die Hörschnecken nun viel Wissenswertes über die Aachener Printen.
Printe entwickelte sich aus dem englischen „print“ und dem niederländischen „prent“ und bedeutet so viel wie Abbildung durch drücken oder Abdruck. Früher wurden die Printen nicht als Genussmittel, sondern als Gebilde hergestellt. Erst später entwickelten sie sich zum süßen Genussmittel. Printen gibt es inzwischen in vielen Variationen, weich, hart, mit Nüssen und Mandeln, mit Schokoüberzug, als Platte oder Klein usw. Einige dieser leckeren Variationen dürfen die Hörschnecken natürlich probieren. Die harten Printen sind zahnarztfreundliche Zeitgenossen und nur schwer zu beißen. Tipp: Harte Printen werden, gelagert bei etwas Luftfeuchtigkeit mit der Zeit weich.
Das nächste Ziel ist das Aachener Caféhaus. Hier gibt es, bei einer nicht gerade berauschenden Speisenauswahl, das Mittagessen. Die 2. Etage ist für die Gruppe reserviert. Gestärkt starten die Hörschnecken um 14 Uhr vom Caféhaus aus zur zweistündigen Stadtführung, natürlich mit der FM-Anlage. Die Stadtführung findet gleichzeitig in zwei Gruppen mit je einer Stadtführerin statt. Da Aachens Innenstadt mit den Sehenswürdigkeiten kompakt aufgebaut ist, nennt die Stadtführerin Aachen die kleine Großstadt. Aachen, auf Platt „Oche“ hat etwa 247000 Einwohner und rund 60000 Studenten, die u.a. in der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH), eine der größten und traditionsreichsten Technischen Hochschulen Europas studieren. Die Stadtführung geht vorbei an vielen Punkten in Aachen und es zeigt sich, dass sowohl die Römer als auch Karl der Große hier gewirkt haben. Die Stadtführerinnen liefern humorvoll, viele interessante Informationen. Viel Spaß hat die Gruppe am Puppenbrunnen. Die beweglichen Figuren sind nicht nur bei Kindern beliebt. Zu sehen sind Pferd und Reiter, Marktfrau, Prälat, Modepüppchen, Professor und Harlekin und Karnevalsmasken. Alle Figuren haben Bezug zu Aachen. Über den Figuren sitzt der Hahn, der die französische Besatzung darstellt.
Auf dem Rundgang erinnern Säulen und Ausgrabungen an die Römer.
Am Elisenbrunnen fließt das warme, stark schwefelhaltige Thermalwasser der Kaiserquelle mit 52 °C aus zwei Brunnenstellen und verbreitet einen leichten Geruch nach faulen Eiern. Das Wasser soll sehr gesund sein, aber schmeckt etwas eigen.
Hier erfährt die Gruppe, das Aachen ein Bad ist und sich auch Bad Aachen nennen könnte, wenn es das denn wollte. Doch wollen will es nicht, da die Stadt dann in Listen und Verzeichnissen nicht mehr an erster Stelle genannt würde.
Inzwischen schmerzen allen Hörschnecken die Füße.
BildeinblendungDoch noch steht die Rathausbesichtigung auf der Liste. Inzwischen ist die Innenstadt für ein Fahrradrennen teilweise abgesperrt und die Gruppe zwängt sich durch die Zuschauerreihen zum Rathauseingang durch. Nach dem Ratssaal besichtigt die Gruppe den Krönungssaal im Obergeschoss. Fünf Fresken des Aachener Künstlers Alfred Rethel schmücken die Wände, sie zeigen legendäre Szenen aus dem Leben Karls des Großen. Aufmerksamkeit erregen die Reichskleinodien wie Krone, Reichsapfel, die Heilige Lanze und Schwerter, die hinter Glas zu sehen sind. Allerdings sind es nur Kopien, die Originale befinden sich in Wien.
In den prunkvollen Räumen im Erdgeschoss endet die Führung.
Die restliche Zeit bis zur Rückfahrt nach Hagen steht den Hörschnecken zur freien Verfügung. Einige genießen noch ein Stück Eistorte, bevor sie den Treffpunkt am Theater ansteuern. Dort wartet schon der Bus um die Gruppe wieder nach Hagen zu fahren.

 

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