Bildeinblendung08.07.18
Unser Ehrenamt treibt uns nach Aachen. Wir müssen einige Gespräche führen. Wir kommen um etwa 15 Uhr am Hotel Krone an. Die Fahrt in die Tiefgarage ist abenteuerlich eng. Nur wenige Zentimeter trennen die Rückspiegel des KIA von den Wänden. Unten erwartet uns die nächste Überraschung, auch das „Parkhaus“ ist klein und das Wenden, wenn alle Plätze belegt sind, nicht möglich. Hier rückwärts rausfahren müssen wird lustig. Wir sind früh da und die Garage ist noch frei. Daher mache ich schnell den Dreher und stelle mich gleich so hin, dass ich vorwärts rausfahren kann.


Ein netter junger Mann überreicht uns die Zimmer- und Nebeneingangsschlüssel und weist uns in die Geheimnisse des Hotels ein. Wir holen unsere Koffer und stehen dann mit Sack und Pack, nee, Koffer und Hund, vor dem Nebeneingang, der kein Sesam öffne dich ist. Mit anderen Worten: der Schlüssel dreht im Schloss durch und die Tür bleibt zu. Glücklicher Weise kommt eine Angestellte des Hotels vorbei, der wir unser Leid klagen können. Die nimmt das Schlüsselding, dreht und - Tür offen.
Die Zwei aus Iserlohn schauen etwas verdutzt aus den Äuglein. „Sie müssen etwas am Schlüssel ziehen, dann dreht er nicht durch“, erklärt uns die Hoteldame. Ich drehe nicht durch, sondern mich um und gehe pfeifend durch die nun geöffnete Tür.
Unser Zimmer ist im 1.OG, das Bad etwas beengt. Sitzt man auf dem Porzellantopf, kann man gleichzeitigt aus dem Waschbecken trinken. Aber als Entdecker stört uns das nicht weiter. Unser erster Ehrenamtseinsatz ist morgen früh, also haben wir heute Zeit für eine Stadtbesichtigung. Das Zentrum ist zu Fuß etwa 20 Minuten entfernt und darum darf ich mal wieder meine Beine schwingen.
Aachen, wir kommen.
Aachen ist Kurstadt und grenzt an Belgien und die Niederlande, was dazu führt, dass ich vermehrt Belgier und Niederländer sehe. Dann fällt mein Blick auf das Klenkes-Denkmal. Klenkes steht für den hochgereckten kleinen Finger und der wiederum ist Gruß und Erkennungszeichen der Aachener. Wir schwenken mit hochgestreckten Mittelfinger, nee der Kleine wars, in den Park beim Elisenbrunnen. Ein eigenartiges Glasgebilde lockt mich an. Darin sehe ich mal wieder Ruinen der alten Römer.
Echt, ich begegne sogar dem Kreislauf des Geldes, ein von Karl-Henning Seemann 1976 geschaffener Brunnen.
Irgendwie, um 30 Ecken, schaffen wir es zum Marktplatz, der mit Trödel gefüllt ist, Trödelmarkt könnte man sagen. Mich interessiert aber das Wahrzeichen von Aachen, der um das Jahr 800 erbaute Dom. Hier wurde Karl der Große 814 begraben und hier soll es den Karlsschrein geben. Also rein in das Dömchen und Fotos machen.
Der Dom wurde 1978 als erstes deutsches Kulturdenkmal in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Die um 1414 angebaute monumentale Chorhalle haut den Besucher mit seinen 27 Metern hohen Fenstern und damit etwa 1000 Quadratmetern Glasfläche erst einmal um. Glashaus ist daher auch der Spitzname. Hier strahlt der goldene Karlsschrein aus dem Jahr 1215 vor sich hin.
Ich wandere noch eine Weile staunend durch das Gebäude und überlasse dann Marion das Staunen. Ich übernehme derweil Tobi und setze mich auf einer Bank im Sonnenschein. Leider sitzen da auch zwei italienische Damen, die sich lautstark unterhalten. Richtiger, die eine der Damen redet im Schnellgang ohne Luft zu holen und ohne Pause. Ich sage euch, das kann nerven.
Da bin ich doch glatt froh, zum barocken Rathaus laufen zu dürfen.
Die Säulenhalle des Elisenbrunnen ist inzwischen mit Tänzern gefüllt. Es stinkt etwas nach faulen Eiern, was aber nicht am Tanz liegt, sondern am schwefelhaltigen Thermalwasser des Elisenbrunnens. Bevor mein Schatz auf dumme Tanzgedanken kommen kann, ziehe ich weiter. Ein Laden voller Aachener Printen, lässt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Tapfer schreite ich daran vorbei.
Langsam wird es Zeit zu Abend zu essen. Wir finden ein griechisches Restaurant. Tische stehen weit auf dem Bürgersteig, fast bis zur Straße. Wir kämpfen uns zu einem freien Tisch in der Mitte durch und werden da sofort wieder vom Ober entfernt und zu einem kleineren Tisch am Rand bugsiert. Das Essen schmeckt, Preise okay.
Meine Füße freuen sich schon auf den Rückweg zum Hotel.

 

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