 | | Video Burgentour | Die Burg Eltz bei Wierschem gilt als eine der schönsten Burgen Deutschlands. Sie liegt im Tal der Elz, die das Maifeld von der Vordereifel trennt. Gemeinsam mit dem Schloss Bürresheim ist die Burg Eltz die einzige Anlage in der Eifel, die niemals erobert oder verwüstet wurde und die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die gesellschaftlichen Umbrüche der Französischen Revolution unversehrt überstehen konnte.
Die Burg im Tal des kleinen Flüsschens namens Elz wurde wahrscheinlich zu Beginn des 12. Jahrhunderts erbaut. Der Name Eltz wird erstmals in einer Schenkungsurkunde Friedrichs I. Barbarossa erwähnt, in der "Rudolphus de Elze" als Zeuge auftritt. Der spätromanische Bergfried Platt-Eltz und Reste des romanischen Wohnhauses sind heute noch erhalten.
Die Burg Eltz wurde an einem Weg erbaut, der die Mosel mit der Eifel und dem fruchtbaren Maifeld verband.
Die Burg wird auf drei Seiten von der Elz umflossen und ragt auf einem bis zu 70 m hohen, elliptischen Felskopf hervor, der für die gesamte Burg als Fundament diente. Die Erbauer orientierten sich bei der Architektur an den natürlichen Gegebenheiten. Dadurch entstanden teilweise die ungewöhnlichen Grundrisse der einzelnen Räume.
In den Jahren 1331-1336 kam es zu den einzigen kriegerischen Auseinandersetzungen, die die Burg erlebte. Während der "Eltzer Fehde" widersetzten sich die Eltzer Herren zusammen mit anderen freien Reichsrittern der Territorialpolitik des Kurfürsten Balduin von Trier. Zur Belagerung ließ der Erzbischof des Bistums Trier, Balduin von Trier, auf einem Felsenvorsprung am Hang über der Burg die heute nur noch mit wenigen Ruinenmauern erhaltene Burg Trutzeltz errichten. Nach Aufgabe der Belagerten wurden sie Lehnsleute des Erzbischofs von Trier.
Zwischen 1490 und 1540 wurde die Rodendorfer Häuser erbaut. An der Hoffront der Häuser ist eine auf 3 Pfeilern ruhende gewölbte Vorhalle aufgebaut. Neben der Vorhalle ist ein in die Außenmauer eingelegtes Madonnenmosaik aus dem 19. Jahrhundert. Auf die Heirat von Hans Adolf zu Eltz mit Katharine von Brandscheid zu Rodendorf im Jahre 1563 geht der Name Eltz-Rodendorf zurück. Außerdem erwarb er durch die Heirat die Herrschaft Rodendorf im Lothringer Amt Bouzoville
Im 19. Jahrhundert setzte sich Graf Karl zu Eltz sehr für die Restaurierung seiner Burg ein. In der Zeit von 1845 bis 1888 wurde die beträchtliche Summe von 184.000 Mark in die umfangreichen Bauarbeiten investiert. Dies entspricht heutiger Kaufkraft ca. 8 Mio. . Er ging dabei sehr behutsam vor und berücksichtigte die vorhandene Architektur.
Seit nunmehr 800 Jahren befindet sich die Burg im Besitz der Familie Eltz. Der jetzige Eigentümer der Burg, Dr. Karl Graf und Edler Herr von und zu Eltz-Kempenich genannt Faust von Stromberg, lebt in Frankfurt am Main und im Eltzer Hof zu Eltville am Rhein. Er hat die Aufgabe übernommen, die Burg für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten, ihre Substanz zu sichern und die Burg an die 34. Generation weiterzugeben
Ein kleiner Teil der Burg kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Diese dauert durchschnittlich etwas über vierzig Minuten und wird zwischen dem 1. April und dem 1. November täglich je nach Publikumsverkehr, mindestens jedoch alle 10-15 Minuten angeboten. Sehenswert ist auch die "Schatzkammer" in den Kellergewölben des Rübenacher Hauses. In der Schatzkammer ist eine außergewöhnliche Kunstsammlung mit über 500 Exponaten aus dem 12. bis 19. Jahrhundert ausgestellt. Neben Meisterwerken der Gold- und Silberschmiedekunst werden auch verschiedene Kuriositäten wie z.B. der "Dukatenscheißer" oder das "Ungeheuer" gezeigt
Bei der vorletzten Serie der Deutschen Mark trug die 500-DM-Banknote auf der Rückseite eine Abbildung der Burg Eltz. Außerdem dient die Burg Eltz im Verkehrszeichenkatalog der StVo als Beispiel für das Verkehrszeichen Nr. 386 'Touristischer Hinweis'
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