Schwälmer Tracht
C. H. Schmitt-Stiftung und Vereinigung Malerstübchen präsentieren:
Die Schwälmer Tracht in der Bildenden Kunst
In der Kunsthalle im Gerhardt-von-Reutern-Haus in Willingshausen wird am Samstag, 13. März 2010, 15.30 Uhr, eine besondere Ausstellung eröffnet:
Eine Gemeinschaftsausstellung des Willingshäuser Malerstübchens und der C. H. Schmitt-Stiftung rückt keinen einzelnen Willingshäuser Künstler in den Mittelpunkt, sondern ein über mehr als ein Jahrhundert immer wieder variiertes Thema: die Schwälmer Tracht. Erstmals soll im Rahmen einer Ausstellung gezeigt werden, wie die Tracht im 19. und 20. Jahrhundert von bildenden Künstlern wahrgenommen und dargestellt worden ist und wie sich die Auffassung im Laufe der Zeit verändert hat.
Am Anfang stand die Entdeckung der Besonderheiten der Schwälmer Trachtenkultur und ihre möglichst präzise künstlerische Dokumentation. Doch im Laufe des 19. Jahrhunderts veränderte sich der Blick und weitete sich von der einzelnen Tracht auf das ländliche Milieu der Schwalm. So wurde – etwa durch Ludwig Knaus – Willingshausen zu einem der beliebtesten Studienorte für Genremaler, die vom Leben auf dem Lande erzählten. Eine weitere Generation später, bei Carl Bantzer, lag der Schwerpunkt weniger auf der Tracht als auf den porträtierten Menschen und den bildgewordenen Stimmungen. Künstler des 20. Jahrhunderts wie Vincent Burek haben die Schwälmer Tracht noch einmal als Bildmotiv aufgegriffen, sie aber in ihrem zeitgemäßen Stil entsprechend verändert und in halbabstrakte Bilder übersetzt.
Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation in der Schriftenreihe der C. H. Schmitt-Stiftung.
Bild: Gerhardt von Reutern: Hochzeitsgäste, 1828
Ausstellungsdauer: 13. März – 6. Juni 2010
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, 14.00 – 17.00 Uhr,
Samstag und Sonntag auch 10.00 – 12.00 Uhr.
Willingshausen- älteste Malerkolonie Europas
Öffnungszeiten der Ausstellungen:
Stipendiaten 2010 ausgewählt
