| Sababurg |
Die Burgruine, deren Name - "Sababurg" - auch einen Ortsteil im Stadtteil Beberbeck der Stadt Hofgeismar bezeichnet, beherbergt heutzutage ein Hotel. Lage Westlich der Sababurg befinden sich der Tierpark Sababurg und der Urwald Sababurg.
Geschichte Bautätigkeiten in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurden wahrscheinlich durch die Einnahmen der Wallfahrten nach Gottsbüren finanziert. 1346 kam es zu Auseinandersetzungen in denen Mainz unterlag. Die Burg wurde zwischen der Landgrafschaft Hessen und dem Bistum Paderborn aufgeteilt. Ganz in den Besitz Hessens gelang die Burg 1462 nach dem Ende der Mainzer Stiftsfehde. Ab 1490 ließ Landgraf Wilhelm I. die "Zapfenburg" zu einem Jagdschloss und Gestüt ausbauen. Sein Enkel Philipp I. vollendete die Bauarbeiten am Palas 1519. In späteren Jahren fanden immer wieder weitere Bautätigkeiten statt. So wurde 1582 das heute noch vorhandene Kanzleigebäude errichtet, da das Schloss Sitz des Amtes Gieselwerder wurde. In dieser Zeit taucht der Name Sababurg auch erstmals auf. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg 1628 von katholischen Truppen durch Feldmarschall Tilly besetzt und stark beschädigt. Erst 1651 wurden die Schäden ausgebessert. Landgraf Karl erweiterte die Anlage noch geringfügig, ließ aber 1724 das Gestüt nach Beberbeck verlegen. 1760, während des Siebenjährigen Kriegs, wurde das Schloss von französischen Soldaten besetzt. Später diente es nur noch als Forsthaus und verfiel weitestgehend. 1826 wurden drei Flügel der Burg abgerissen. Seit den 1950er Jahren hat sich hier ein Hotel der gehobenen Kategorie etabliert. Der Volksmund gab der malerischen Ruine den Namen "Dornröschenschloss" nach dem Märchen der Brüder Grimm.
Anlage Der nach 1508 entstandene Palas ist nur noch in seinen Außenmauern erhalten. Neben einem Treppenturm sind noch die mächtigen Ecktürme mit ihren welschen Hauben erhalten, die heute vom Hotel genutzt werden. Das Kanzleigebäude wurde 1976 um einen modernen Anbau erweitert.
Tierpark Sababurg 1973, inzwischen ist der Landkreis Kassel der Eigentümer des Parkgeländes, wird der Tierpark neu eröffnet. Der Park mit seinen weiten Weiden beheimatet wieder viel heimisches Großwild, darunter Heckrinder, Urwildpferde wie die Przewalski-Pferde oder die Tarpane, Wölfe, aber auch exotische Tiere wie Kängurus, Affen, Pinguine und Lamas.
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